2.9.2021 Drama ohne Ende

Als ich gestern zu meinem Nachmittags-Spaziergang im Malpaís bei Punta Mujeres eintraf, sah ich vor der Küste einen langsam fahrenden Konvoi, ein Schiff der Salvamar mit zwei Pateras im Schlepp. Wie ich aus der Zeitung erfuhr, war eine von ihnen bei Alegranza mit Motorschaden aufgegriffen worden, die andere nördlich von Órzola – mit zusammen knapp 70 Menschen an Bord. Somit erreichten während der letzten Woche acht Pateras Lanzarote. Fast 10.000 Menschen gelangten alleine in diesem Jahr über die gefährliche Route die Kanaren, fast 1.000 überlebten die Reise nicht. Bei uns im Norden kommen die Pateras aus Marokko an, auf den südlicheren Kanareninseln Cayucos aus dem Senegal.

Besonders bedrückend finde ich, wenn die Menschen die mühsame, tagelange Reise, dichtgedrängt in den offenen Nussschalen, Wind, Sonne und Wellen ausgesetzt, überstanden haben, Lanzarote erreichen und dann im Felsenwatt Schiffbruch erleiden, wobei in den letzten Monaten viele umkamen.

1.9.2021

Im Norden bei Órzola, Septemberwetter, Nachmittagstemperatur um 30 Grad, wenig Wind, ruhiges Meer, leuchtende Farben.

1.9.2021 Guten Morgen, Lanzarote!

Endlich wieder Zuhause